Rund um Katzen gibt es zahlreiche Mythen, die sich seit Generationen hartnäckig halten. Manche sind harmlos, andere können jedoch dazu führen, dass Katzen missverstanden oder nicht artgerecht gehalten werden. Hier klären wir die häufigsten Irrtümer auf.
Falsch. Katzen sind keine Einzelgänger, sondern Einzeljäger. Sie jagen alleine, können aber sehr enge soziale Bindungen zu anderen Katzen eingehen. Vor allem Wohnungskatzen profitieren häufig von einem passenden Artgenossen.
Falsch. Dafür gibt es weder gesundheitliche noch psychische Gründe. Eine Kastration verhindert ungewollten Nachwuchs und kann das Risiko verschiedener Erkrankungen reduzieren.
Nicht unbedingt. Katzen benötigen täglich Aufmerksamkeit, Beschäftigung, hochwertige Ernährung, saubere Katzentoiletten und regelmäßige tierärztliche Vorsorge.
Falsch. Auch Wohnungskatzen können glücklich leben, wenn ihre Umgebung abwechslungsreich gestaltet ist. Kletter- und Kratzmöglichkeiten, Spiel, Rückzugsorte und geistige Beschäftigung sind dabei besonders wichtig. Ein gesicherter Balkon oder ein Katzengehege sind eine tolle Ergänzung.
Falsch. Katzen lernen sehr gut – allerdings anders als Hunde. Mit Geduld, positiver Verstärkung und Belohnungen lassen sich viele Verhaltensweisen und sogar Tricks trainieren.
Falsch. Unsauberkeit oder Rückzug sind keine Rache. Häufig stecken Stress, Veränderungen im Alltag, Konflikte mit anderen Katzen oder gesundheitliche Probleme dahinter.
Falsch. Katzen schnurren nicht nur, wenn sie zufrieden sind. Auch bei Schmerzen, Angst oder Stress kann Schnurren der Selbstberuhigung dienen.
Nicht ganz. Der Aufrichtreflex hilft vielen Katzen, sich im Fall zu drehen. Trotzdem können sie sich bei Stürzen schwer verletzen. Gekippte Fenster und ungesicherte Balkone stellen ebenfalls große Gefahren dar.
Falsch. Schnurrhaare sind hochsensible Tasthaare. Sie befinden sich nicht nur an der Schnauze, sondern auch über den Augen, an den Wangen, am Kinn und an den Vorderbeinen. Sie helfen der Katze bei der Orientierung und Wahrnehmung ihrer Umgebung.
Falsch. Die meisten erwachsenen Katzen vertragen Kuhmilch nicht, da ihnen das Enzym zur Verdauung von Milchzucker fehlt. Frisches Wasser ist der beste Durstlöscher.
Falsch. Auch reine Wohnungskatzen können mit Krankheitserregern in Kontakt kommen – beispielsweise über Schuhe, Kleidung oder andere Tiere. Welche Impfungen sinnvoll sind, sollte mit der Tierärztin oder dem Tierarzt besprochen werden.
Leider nicht. Übergewicht ist bei Hauskatzen weit verbreitet. Eine ausgewogene Ernährung, feste Fütterungszeiten und ausreichend Bewegung sind wichtig für die Gesundheit.
Falsch. Katzen sind Meister darin, Schmerzen zu verbergen. Veränderungen im Verhalten, Appetit, Schlafverhalten oder der Körperhaltung können erste Hinweise sein und sollten ernst genommen werden.
Falsch. Katzen benötigen Beschäftigung, Sicherheit, Rückzugsmöglichkeiten, Kratzgelegenheiten, soziale Kontakte und geistige Auslastung. Nur so können sie ihre natürlichen Bedürfnisse ausleben.
Ganz im Gegenteil. Dieser Aberglaube hält sich bis heute, obwohl schwarze Katzen genauso liebenswert sind wie alle anderen. Leider warten sie in Tierheimen oft länger auf ein Zuhause – völlig zu Unrecht.
Wissen schützt Katzen. Je besser wir ihre Bedürfnisse verstehen, desto artgerechter können wir sie halten und Missverständnisse vermeiden. Aufklärung ist ein wichtiger Beitrag zum Tierschutz.